Über dieses Blog

Zu Beginn dieses Blogs stehen die Abenteuer auf den Philippinen im Vordergrund - ausschlaggebend für dieses Blog.
Im Laufe der Zeit sind allerlei Alltagserlebnisse mit entstanden, die ich hier teils mit Bildern illustriere. Copyright 2008 by DK.

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Dienstag, 12. Februar 2019

Metzgerfahrt

Eine Weinlieferung für den kommenden Donnerstag ist nicht eingetroffen, bzw. der Versender konnte selbst am Telefon nicht kontaktiert werden. Was tun? Die Weine für meine Weinprobe am Valentinstag habe ich fest gebucht, die Teilnehmer sind informiert und kommen auch. In den einschlägigen Supermärkten habe ich bereits gefunden, was ich wollte. Sogar Amazon hat pünktlich (letzte Woche schon) geliefert. So blieb mir nichts anderes übrig, als den hiesigen Weinfachhandel aufzusuchen und nach meinem Wein - einem Ruby Cabernet zu fahnden.
Was ich dabei erlebte, hätte jedem anderen Weinliebhaber die Zornesröte ins Gesicht getrieben. Na ja, ich übertreibe vielleicht etwas. Aber stellen Sie sich vor, Sie hätten an meiner statt gestanden. Was hätten Sie getan? 
Gestern Nachmittag nach der Arbeit ins benachbarte Syke gebraust, das Weinfachgeschäft in Brinkum hat montags geschlossen. 
"Nie gehört", sagte der Mann hinter dem Tresen vom Piazza Valentini.
"Diese Weintraube wurde in den 30er Jahren aus Cabernet Sauvignon und Carrignan gekreuzt", erklärte ich dem Weinfachmann. "Seit dem wird die Traube vornehmlich in den USA, Südafrika und vereinzelt in Mexiko angebaut."
Wieso weiß der Fachverkäufer nichts davon?
Auf dem Rückweg fiel mir noch das Vino in Brinkum-Nord ein. Inzwischen firmiert diese Ladenkette und dem berüchtigten Namen Pierroth. Auch dort erntete ich nur Kopfschütteln auf mein Begehr. Der Mann schaute aber ins Internet und nickte dann. Ja, glaubt der, ich erzähle Märchen?
Für heute war ich mit meinem Bruder verabredet. Der Brinkumer hatte auf und so bin ich hinein. 
"Nein, haben wir nicht."
Wenigstens hatte der Mann Ahnung und wollte eine Flasche zu Freitag besorgen.
"Tut mir leid, das ist zu spät. Meine Weinprobe ist am Donnerstag."
Nebenan bei Brüne Meyer bestellte ich noch die Knüppel und fuhr zu meinem Bruder. Wir wollten ein paar Bremer Weinfachgeschäfte aufsuchen. Gestartet sind wir  bei Vivo lo Vin in der Duckwitzstraße.
"Ruby Cabernet? Kenne ich nicht."
Auch er bemühte das Internet, um Licht in sein armseliges Hirn zu leiten. Aber er warf mit ein paar einschlägigen Begriffen um sich, sodaß der Eindruck entstehen soll, er wisse worum es sich handele. Gerade diese Leute zeigen damit nur ihre geistige Armut.
"Lestra hat immer eine gute Sortierung an Wein", sagte mein Bruder. "Die haben den ganz bestimmt."
Dort angekommen, befrugen wir sogleich eine Verkäuferin aus der Weinabteilung, die diese Frage gleich an eine andere Kollegin weiterreichte, die angeblich schon längere Zeit dort arbeiten würde. Die ließ sich erst gar nicht blicken, mumpfelte aber aus dem Hintergrund: "Tut uns leid, diesen Wein haben wir nicht."
"Schönen Tag noch und auf Wiedersehen."
Auf der Hinfahrt fuhren wir an Jacques' Weindepot und am Weinhaus Bultmann vorbei.
Beide Geschäfte führten diesen Wein nicht.
"Wieso haben die Supermärkte den Wein und wieso hat nicht ein einziger Weinfachhandel diesen Wein?" fragte ich meinen Bruder.
"Ich war der festen Meinung, daß Lestra diesen Wein hat... Im Viertel sind doch auch ein paar Geschäfte. Lass uns da noch anfragen."
Große Lust hatte ich inzwischen keine mehr.
Die Verkäuferin im Kiek rin tat zumindest so, als würde sie die Flasche suchen.
"Nein, den haben wir nicht."
Auffällig indes ist, daß nicht einer von den genannten Geschäften eine Empfehlung abgab, wo der Wein vielleicht zu haben sei.
Das Schärfste allerdings leistete sich ein Verkäufer im Bremer Weinhaus - oder war es gar der Inhaber - als er zurückfragte:
"Was ist das denn?"
Ich war so sprachlos ob dieser dummen Frage, daß mir jeglicher aufkommender Unwille im Halse stecken blieb.
Im gleichen Laden schwatzte der Verkäufer einer Kundin einen Wein auf mit den Worten:
"Dieser schmeckt auch sehr gut..."
Sach ma, hat der'se nich alle? Wie kann der den Kunden einen Wein aufs Auge drücken, der ihm selber schmeckt??
Für 9,90 Euro kommt der aber anscheinend klar mit seiner Faselei.
Ich stelle also fest, daß viele Leute keine Ahnung von Wein haben, aber großmundig darüber sprechen. Armes Deutschland.

Montag, 11. Februar 2019

Bargeldautomat gesprengt


Zur Frühschicht muss ich - nein, will ich - stets um 3.15 Uhr aufstehen. Das klappte an diesem Montag früh auch ganz gut. Ich wollte gerade das Licht in der Küche einschalten, als ich es draußen richtig laut knallen hörte. Sekunden später lief die Alarmanlage der Volksbank los. Ich blickte auf die Uhr: 3.21 Uhr. 
Oha, dachte ich bei mir, da ist was passiert!
Ich bin ohne Licht zu machen auf den Balkon getreten, um einen besseren Blick zur Bank zu haben. Diese liegt geschätzte hundert Meter vor meinem Balkon. Dazwischen liegt der Friedhof. Vor dem hell erleuchteten Kassenschalter, dort wo sich der Bankautomat befindet, sah ich eine dunkel gekleidete Person hin- und herlaufen. Ich bin gleich wieder rein und habe mir die Taschenlampe geholt. Wieder auf dem Balkon leuchtete ich in die Richtung der Bankräuber. Kurz darauf hörte ich ein Kleinkraftrad starten und über den Friedhof Richtung Wandelstraße davonfahren. Ich folgte dem Krad mit dem Lichtkegel meiner Taschenlampe. Auf der Wandelstraße bogen sie nach links Richtung ZOB ab.
Völlig verdattert, ging ich hinein und vergaß beinahe, mir das Frühstück zu machen. Darüber vergaß ich den Vorfall, auch, weil die Alarmanlage inzwischen verstummte. Ich sah noch die Polizei kommen und wie sie mit Taschenlampen den Friedhof ableuchteten. Die werden das schon machen und habe mich nicht weiter darum gekümmert. Erst als ich losfuhr, um den Kollegen von zuhause abzuholen, fielen mir die vielen Blaulichter auf.
Nun ist es zu spät, dachte ich noch. Ich muß wohl doch mal bei der Polizei anrufen.

In den Medien las sich der Vorfall so. Ich zitiere: Heute in den frühen Morgenstunden wurden Bewohner in der Syker Straße unsanft aus dem Bett gerissen. Gegen 3.20 Uhr meldeten Anwohner eine Alarmauslösung der dortigen Bank. Vor Ort stellten Polizeibeamte fest, daß unbekannte Täter einen Geldautomaten mittels Gas gesprengt hatten. Die Täter waren zwischenzeitlich schon geflüchtet. Da nicht auszuschließen war, daß weiteres Gas aus den hinterlassenen Flaschen strömt, mussten drei über der Bank befindliche Wohnungen evakuiert werden. Bremer Polizeikräfte und ein Polizeihubschrauber unterstützen die Fahndungsmaßnahmen nach den flüchtigen Tätern. Die Anwohner konnten zwischenzeitlich wieder in ihre Wohnungen zurück. Derzeit ist die Polizei noch mit der Spurensuche und Tatortaufnahme beschäftigt. Die Ermittlungen dauern an.

In irgendeiner der Meldungen hatte ich gelesen, daß die Täter zu Fuß geflüchtet sind. Das stimmte ja nun nicht. Deshalb rief ich in der Pause die örtliche Polizeidienststelle an und erklärte, was ich gesehen hatte. Man wolle das Geschehen einarbeiten, entgegnete die freundliche Polizeibeamtin am Telefon. Sie notierte noch meinen Namen und meine Adresse und meinte dann, daß sich die Kollegen melden würden, wenn sie weitere Fragen hätten. Nun denn, warten wir mal ab, ob sich etwas ergibt.

By the Way. Ich bin mir auch ganz sicher, daß ein ähnlicher Knall - etwa zwei Wochen zuvor - ganz sicher mit diesem Vorfall etwas zu tun hat. Damals konnte sich niemand einen Reim darauf machen. Wenn da mal nicht die Typen so eine Sprengung getestet hatten...

Wenn ihr mich fragt, das waren keine Profis, sondern Nachahmer. Denn zur gleichen Zeit kurvte nämlich auch die Kehrmaschine durch den Ort. Dann das hilflose Hin- und her-Gerenne am Automat und schließlich die Flucht - mit Scheinwerfer - fällt ja gar nicht auf...

Stellt euch vor, am vergangenen Freitag klingelte es an meiner Haustür. Erstaunt und neugierig, wer das wohl sein könnte, öffnete ich die Tür:
"Guten Tag, wir sind von der Polizei..."
Zwei sauber gekleidete Herren mittleren Alters standen vor der Tür. einer von ihnen hilet mir einen Ausweis unter die Nase.
"Wir möchten mit Ihnen nochmal zu der Angelegenheit von vor ein paar Tagen reden und Ihre Beobachtungen notieren."
Ich bat die beiden herein und geleitete sie sogleich ins Wohnzimmer.
"Bitte nehmen Sie Platz."
"Dann erzählen Sie mal."
Ich erzählte genau, was passiert ist, stand dann auf und öffnete die Balkontüre.
"Sehen Sie? Ich kann genau in den Kassenraum der Volksbank schauen."
Sie notierten sich meine Angaben und verschwanden dann nach zehn Minuten wieder. Ich wünschte ihnen viel Glück bei der Aufklärung des Falles.
Hintergrund ihres Erscheinens war mit Sicherheit ein erneuter Banküberfall im benachbarten Kirchweyhe zwei Tage zuvor. Dort wurden zwei Geldautomaten gesprengt. Den der Volksbank und den im gleichen Hause befindlichen der Commerzbank.

Mittwoch, 6. Februar 2019

Good Bye, sweet Smart




Gute zwei Jahre hat er mich durch viele Städte gebracht und versah auch auf den Autobahnen seinen Dienst. Ohne zu murren - von kleinen Erkältungserscheinungen abgesehen - hatte ich viel Spaß mit ihm. In Travemünde, in meiner Heimat sogar, in Oldenburg, in Cuxhaven. Doch nun ist er sterbenskrank. Der alte Motor tropft, die Scheibenwischer versagten vor einigen Tagen ihren Dienst. 260.000 Kilometer zeigt die Uhr; mehr als die Hälfte der Strecke zum Mond hat er allemal erreicht. Viele andere Fahrzeuge strecken vorher schon die Glieder von sich.
Kurz: Er soll verkauft werden.

Fakten
Smart CDi, Baujahr 5/2000, 260.000 km Laufleistung, TÜV bis 12/2019.
Ganzjahresreifen von Hankook (etwa 1000 km gelaufen). Scheibenwischer defekt.

Repariert wurde
Lichtmaschine, Batterie, Keilriemen, Dieselpartikelfilter, beide Querlenkerarme der Radaufhängung vorn, Spur der Vorderachse eingestellt, Stoßdämpfer hinten, Endschalldämpfer, Radlagersatz vorn, beide Bremsscheiben vorn, Fensterheber Fahrerseite, Kotflügel rechts (unlackiert), Scheibenwischer von Bosch vorn und hinten.
Original-Rechnungen können eingesehen werden.

Preis: 300 Euro

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Update zum 3.3.2019. Das Autochen ist verkauft. Zwar nicht exakt zum angegebenen Preis, aber ich werde die Sommerreifen extra verkaufen.

Dienstag, 15. Januar 2019

Klassentreffen 2019

Das diesjährige Klassentreffen findet in Paulaner's Wehrschloss am Osterdeich statt. Dieses Jahr bereits am 1. Juni, wie gewohnt um 18.00 Uhr.

Bis jetzt habe ich 16 Zusagen von ehemaligen Schülern der Realschule Bredenkamp in Bremen.

Eine kleine Statistik: 7 ehemalige Schüler haben kein Interesse an Klassentreffen und weitere 6 sind bereits verstorben. Der Rest ist unbekannt verzogen oder verheiratet.

Montag, 5. November 2018

Neu Bamberg

Bereits auf der Anreise nach Speyer ist uns dieses kleine Örtchen aufgefallen, sodaß wir beschlossen, es nochmals aufzusuchen. Und siehe, die Idee war goldrichtig. Denn sonst hätten wir nicht die südlichste Heidelandschaft gefunden. Und hätten wir unterwegs beim Spazierengehen nicht die beiden jungen Mountainbiker gesehen, hätten wir auch nicht das Adlerdenkmal gefunden.












Speyer

Bevor es wieder heim nach Bad Münster ging, machten wir noch kurz in Speyer Station.
















Erlebnistag im Technik Museum Speyer

Also, ich muss schon sagen, das Technik Museum in Speyer ist wirklich ein Besuch wert. Die 16,00 Euro Eintritt hat man schnell vergessen, wenn man sich den schier unübersehbaren Fahrzeugen gegenüber sieht. Zwei Hallen sind vollgestopft mit Autos, Flugzeugen, Schiffen, Raumfahrzeugen, Oldtimern, Motorrädern, Orgeln, Motoren, U-Booten, Lokomotiven usw. Und auf dem riesengroßen Freigelände thront ein Jumbo Jet der Lufthansa. Nach Sinsheim, wo sich ein zweites Museumsgelände befindet, müssen wir ein anderes Mal hinfahren.